Plädoyer für eine mutige Demokratie
Plädoyer für eine mutige Demokratie. Am 9. November ruft Bundespräsident Steinmeier zum Einsatz für Demokratie und Menschlichkeit auf. Die Bildungsministerin Prien erinnert an die Schrecken der Schoah.
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Plädoyer für eine mutige Demokratie
In seiner Rede am 9. November stellte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine Verbindung zwischen dem historischen Erbe des deutschen Schicksalstages und der Gegenwart her. Steinmeier zeichnete ein düsteres Bild der aktuellen Lage.
„Noch nie in der Geschichte unseres vereinten Landes waren Demokratie und Freiheit so stark angegriffen. Bedroht von einem russischen Aggressor, der unsere Friedensordnung zerstört hat und gegen den wir uns schützen müssen. Und derzeit bedroht von rechtsextremen Kräften, die unsere Demokratie angreifen und Zustimmung in der Bevölkerung gewinnen.“
Zum Glück engagieren sich viele Menschen für Demokratie und Menschlichkeit – in der Kommunalpolitik, in Sportvereinen, in Verbänden und Initiativen.
„Und diesen Menschen möchte ich sagen: Danke, denn ihr gebt uns allen Hoffnung.“
Plädoyer für eine mutige Demokratie
Zum Gedenken an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938 rief die deutsche Bildungsministerin Karin Prien bei einer Gedenkfeier der jüdischen Gemeinde in Amsterdam dazu auf, dem Antisemitismus entgegenzutreten. Dieser Tag bleibe eine ständige Mahnung, die Erinnerung zu bewahren. Prien sprach auch über ihre eigenen jüdischen Wurzeln – sie wurde in Amsterdam geboren und hat dort studiert.
Der 9. November ist mit zahlreichen entscheidenden Ereignissen der deutschen Geschichte verbunden – angefangen bei der Reichspogromnacht von 1938 bis hin zum Fall der Mauer im Jahr 1989.

Ein Treffen hat das Ziel, die Zusammenarbeit zu verbessern, um globale Herausforderungen zu bewältigen. Außenminister Wadephul: „Unsere Kooperationsmöglichkeiten sind enorm.
Santa Marta (dpa) – An diesem Sonntag treffen sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union und der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) in der kolumbianischen Küstenstadt Santa Marta zu ihrem vierten Gipfeltreffen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Klimawandel und internationale Sicherheit zu verbessern.
Plädoyer für eine mutige Demokratie
Besonders erwartet werden bei diesem Treffen der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Kaja Kallas. Deutschland wird durch Außenminister Johann Wadephul vertreten. „Von der Diversifizierung unserer Lieferketten über die Zusammenarbeit bei der Finanzierung und Verarbeitung wichtiger Rohstoffe bis hin zu digitalen Technologien und qualifizierten Arbeitskräften – unsere Kooperationsmöglichkeiten sind enorm. Wir müssen sie jetzt ergreifen und nutzen“, erklärte Wadephul vor seiner Abreise.
Die 33 Länder Lateinamerikas und der Karibik sind Mitglieder der 2011 gegründeten CELAC-Gemeinschaft, mit einer Gesamtbevölkerung von über 600 Millionen Menschen.
Mit mehr als einer Milliarde Menschen repräsentieren CELAC und die EU zusammen 14 Prozent der Weltbevölkerung und 21 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung.
Plädoyer für eine mutige Demokratie
Beim Gipfel, der Dutzende Staats- und Regierungschefs vor Beginn der Weltklimakonferenz zusammenbrachte, versprach der deutsche Kanzler Merz neue Finanzmittel.

Belém (dpa) – Beim Klimagipfel in Brasilien forderte der deutsche Kanzler Friedrich Merz eine „weltweite Anstrengung“ im Kampf gegen die Erderwärmung und versprach neue Finanzmittel zum Schutz des Regenwaldes. Deutschland werde mit einem „beträchtlichen Betrag“ an einem neuen Fonds in Höhe mehrerer Milliarden Euro teilnehmen, der die Abholzung in Ländern wie Brasilien oder dem Kongo bremsen soll, erklärte der Kanzler in seiner Rede.
Brasiliens Idee ist, dass die reichen Staaten auf freiwilliger Basis einen Anfangsbetrag von 25 Milliarden US-Dollar bereitstellen. Mindestens 70 Staaten mit tropischen Wäldern könnten davon profitieren.
Der Gipfel, der ein Dutzend Staats- und Regierungschefs zusammenbringt, ist der Auftakt der eigentlichen Weltklimakonferenz, die offiziell am Montag beginnt. Sie findet zehn Jahre nach dem historischen Pariser Abkommen zur Begrenzung der Erderwärmung statt, das von fast 200 Staaten unterzeichnet wurde.
Merz bekräftigte die deutschen und europäischen Klimaziele: „Deutschland ist verlässlich“, betonte er und unterstrich die globale Verantwortung. 2024 stellt Deutschland rund sechs Milliarden Euro für die öffentliche Klimafinanzierung bereit, doch auch andere müssen sich stärker beteiligen. „Alle Länder mit wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und hohen Emissionen – zu denen wir gehören – sind aufgefordert, sich zu beteiligen“, sagte er.