Deutschlands Beitrag und Engagement bei den Vereinten Nationen
Deutschlands Position in der UN. Sie setzt sich für eine Reform des Sicherheitsrats ein, die mehr Gerechtigkeit für Afrika gewährleistet. Ihre Prioritäten im Rat umfassen Klima, Sicherheit und Konfliktprävention, mit besonderem Schwerpunkt auf afrikanischen Ländern und kleinen Inselstaaten.
Lesen Sie dies für weitere aktuelle Informationen
Deutschlands Position in der UN
Das Engagement Deutschlands
Deutschland ist bereits politisch und finanziell sowie personell stark bei den Vereinten Nationen präsent – als viertgrößter Geber für den ordentlichen Haushalt und den Friedenssicherungs-Haushalt, aber auch als zweitgrößter Geber humanitärer Hilfe und offizieller Entwicklungszusammenarbeit weltweit. Darüber hinaus gehört Deutschland inzwischen zu den führenden westlichen Ländern, die Truppen für UN-Friedensmissionen bereitstellen.
Während dieser neuen Amtsperiode als nichtständiges Mitglied des Sicherheitsrats beabsichtigt die Bundesregierung, ihr Handeln auf vier zentrale Ziele auszurichten:
Deutschlands Position in der UN : Frieden
In einer globalisierten Welt muss die internationale Gemeinschaft mehr denn je bei klassischen und neuen Bedrohungsszenarien geeint sein. Deutschland ist in diesem Zusammenhang ein verlässlicher Partner: Seit fast 30 Jahren ist das Land in Friedensmissionen aktiv – sowohl personell als auch finanziell. Konfliktprävention, Stabilisierung, Friedenskonsolidierung und Rüstungskontrolle sind Säulen der deutschen Außenpolitik.
Deutschlands Position in der UN : Gerechtigkeit
Deutschland setzt sich für eine funktionierende und wertorientierte Weltordnung ein. Die Menschenrechte bilden die Grundlage unseres Zusammenlebens. Gleichstellung der Geschlechter, Selbstbestimmung aller Frauen und Mädchen, soziale Inklusion sowie wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte gehören zu den Grundwerten, die Deutschland täglich weltweit verteidigt.
Innovation
Klimapolitik ist ein zentrales Ziel der deutschen Außenpolitik. Das verbindliche Pariser Klimaabkommen ebnet den Weg für eine nachhaltige Energieversorgung weltweit. Als Gründungsmitglied des Umweltprogramms der Vereinten Nationen teilt Deutschland vielfältige Erfahrungen und Ambitionen, etwa als Wegbereiter der „Energiewende“. Gleicher Zugang aller Kinder und Jugendlichen zu qualitativ hochwertiger Bildung zählt ebenfalls zu unseren zentralen Zielen. Diese Themen mögen auf den ersten Blick nicht unmittelbar der Sicherheit zugeordnet werden, sind aber entscheidend für das Entstehen friedlicher und freier Gesellschaften. Denn ohne Zugang zu Bildung und Wasser sowie ohne eine intakte Umwelt kann es keine Sicherheit geben.
Partnerschaft
Deutschland ist ein verlässlicher Partner der Welt. Für uns bedeutet Partnerschaft, auf Augenhöhe zu agieren. Deutschland möchte seine Erfahrungen in den Dienst der Entwicklung stellen. Entwicklungspolitik bedeutet für uns, in die Zukunft zu investieren, Strukturen aufzubauen, Wissen und Ideen zu teilen und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Deutschland will und kann dazu beitragen, der Welt ein menschlicheres Gesicht zu geben. Dazu gehört auch ein gerechter und würdevoller Umgang mit Flüchtlingen. Es gilt, die Ursachen von Migration vor Ort zu bekämpfen. Deutschland beteiligt sich daher in erheblichem Umfang an humanitären Organisationen wie dem UN-Flüchtlingshochkommissariat und dem Welternährungsprogramm.

Deutschlands Position in der UN : Was ist der Nationale Sicherheitsrat?
Der 2025 eingerichtete Nationale Sicherheitsrat ist für folgende Aufgaben zuständig:
-
Koordinierung wesentlicher Fragen einer integrierten Sicherheitspolitik
-
Entwicklung von Strategien und strategischen Prognosen
-
Durchführung einer gemeinsamen Lagebewertung
-
Organ der gemeinsamen politischen Willensbildung
Die umfassende Krisenbewältigung soll durch eine ressort- und regionenübergreifende nationale Krisenzelle der Bundesregierung sowie durch ein nationales Krisenzentrum innerhalb des Bundeskanzleramts sichergestellt werden.
Wie übernimmt Deutschland seine Verantwortung innerhalb der NATO?
Deutschland ist seit der Gründung der Bundeswehr 1955 politisch und militärisch in die NATO (North Atlantic Treaty Organization) eingebunden. Diese feste Verankerung in der nordatlantischen Verteidigungsallianz ist Teil des „DNA“ der deutschen Außenpolitik. Grundprinzip der Allianz ist die kollektive Verteidigung: Die Mitgliedstaaten verpflichten sich gegenseitig, sich zu schützen und im Konfliktfall gemeinsam zu handeln. Die NATO zählt derzeit 32 Mitgliedsstaaten.
Die Bundeswehr ist einer der wichtigsten Truppensteller der NATO. Sie ist sowohl in internationalen Missionen als auch in der Verteidigung der Allianz engagiert. Deutschland beteiligt sich beispielsweise seit 1999 an der NATO-Sicherheitskraft KFOR im Kosovo. In Litauen trägt die Bundeswehr außerdem als „Rahmennation“ entscheidend zur Sicherung des östlichen NATO-Flügels bei. Dies erfolgt im Rahmen der Mission enhanced Forward Presence (eFP), die der Sicherung der osteuropäischen Staaten dient. Deutschland unterstützt zudem die enge Zusammenarbeit zwischen NATO und Europäischer Union.
Deutschlands Position in der UN : Wie hoch sind die Verteidigungsausgaben Deutschlands?

Im Kontext des von Russland geführten Angriffskriegs gegen die Ukraine, der gegen das Völkerrecht verstößt, hat die deutsche Regierung 2022 einen Sonderfonds für die Bundeswehr in Höhe von 100 Milliarden Euro eingerichtet. Deutschland unterstützt die Ukraine finanziell, liefert Waffen und leistet humanitäre Hilfe. Zudem begrüßt die Bundesregierung die Entscheidung der NATO im Juni 2025, die Verteidigungsausgaben der Mitgliedstaaten bis spätestens 2035 auf 5 Prozent ihres jeweiligen Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen: 3,5 Prozent für direkte Militärausgaben und 1,5 Prozent für militärische Infrastruktur. Auf diese Weise modernisiert Deutschland die Ausrüstung seiner Streitkräfte und stärkt die Verteidigung des Landes und der Allianz, sodass die Bundeswehr einen wesentlichen Beitrag zur Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit der NATO leisten kann. Darüber hinaus müssen Deutschland und Europa in der Lage sein, ihre Sicherheit deutlich umfassender selbst zu gewährleisten.
Lesen Sie dies für weitere aktuelle Informationen
Was tut Deutschland als Mitglied der Vereinten Nationen?
Seit seinem Beitritt zu den Vereinten Nationen 1973 ist die Bundesrepublik ein engagiertes, verlässliches und geschätztes Mitglied der Weltorganisation. Deutschland ist der viertgrößte Beitragszahler zum ordentlichen Haushalt der UN. Im Jahr 2024 betrug der deutsche Anteil am Haushalt 6,1 Prozent, also rund 219 Millionen US-Dollar. Deutschland ist zudem der viertgrößte Beitragszahler zu den Haushalten der verschiedenen Friedensmissionen. Neben der Unterstützung dieser Missionen durch Stabilisierung, diplomatische Vermittlung und Krisennachsorge beteiligt sich Deutschland auch durch die Entsendung von Soldatinnen und Soldaten, Polizeikräften sowie qualifiziertem Personal.